Als hätten wir es nicht kommen sehen: Griechenland ist pleite!
Nachdem die Wirtschaftskrise seinen dunklen Schatten über Europa geworfen hat und die vielen Fehlspekulationen der Manager Ihre Wirkung zeigen, müssen wir uns nun der bitteren Wahrheit stellen. Griechenland ist pleite und ist somit auf enorme finanzielle Unterstützung angewiesen. Es wurden bereits Milliarden von Euros Hilfe aus ganz Europa versprochen, aber nach den aktuellen Einschätzungen reicht dies vorne und hinten nicht um die Griechenland Pleite abzuwenden. Griechenland will nun zwar einen extremen Sparkurs fahren, aber ob das reicht ist mehr als fraglich.
Griechenland Pleite führt zu Unruhen
Der extreme Sparkurs der griechischen Regierung ist zwar absolut notwendig (als erster Schritt), aber natürlich treffen die Sparmaßnahmen bei der griechischen Bevölkerung nicht gerade auf Begeisterung.
In den Augen der meisten Griechen ist die Griechenland Pleite eine Konsequenz der jahrelangen Misswirtschaft der Regierung und der Nachlässigkeit und Korrupton der Ämter. Nicht zuletzt sollen aber natürlich auch die Spekulanten und Manager eine Teilschuld tragen, die an dem “Untergang” Griechenlands auch noch verdienen.
Was objektiv betrachtet besonders fragwürdig ist, ist die Tatsache, dass die Griechenland-Schulden vor allem durch z.B. die Rentenkassen bezahlt werden sollen und anderen Finanzquellen, die allesamt komplett von den Steuern der Bevölkerung getragen werden. Mit Recht werden Stimmen laut, die nach einer Beteiligung der Banken und Manager schreien. Wäre da nicht die unermessliche Habgier der Banken und großen Finanzinstitute, so wäre Griechenland vielleicht gar nicht in eine so missliche Lage gekommen.
Selbst jetzt, wo ein ganzes Volk in eine tief Krise gestürzt wird, ist es faktisch vielmehr noch immer so, dass sich einige Spekulanten und Manager mit der Griechenland Pleite die Taschen voll machen.
Griechenland geht pleite und die Banken machen Gewinn
Die große Frage, die sich stellt ist: Wie schaffen es die Banken bei einer solchen Krise, die alle betrifft, trotzdem noch zu verdienen und Gewinne zu erwirtschaften? Ganz einfach: Ganz Europa schmeisst zusammen um Griechenland zu helfen, aber die Banken denken nicht im Traum daran, den Schaden, den Sie teils mit verursacht haben auch nur ein wenig zu beheben. Die Banken müssen natürlich bestimmte Kredite zu Verfügung stellen, um die Griechenland Pleite zu finanzieren, aber das Geld für diese Kredite leihen die Banken sich z.B. von der europäischen Zentralbank und das für einen unglaublichen 1% Zinssatz. Nun geben die Banken dieses “fremde” Geld für ca. 5% Zinsen wieder heraus, so dass die Banken sich eine goldene Nase verdienen. Natürlich könnten die Banken das Geld auch einfach für den gleichen Zinssatz herausgeben, den Sie selbst bezahlen oder z.B. auch für 2 oder 2,5%, allerdings würde dies ja bedeuten, dass die Banken keinen oder zumindest weniger Gewinn machen. Und obwohl die Banken hier moralisch in der Pflicht stehen würden die Kredite zu einem günstigen Sonderzinssatz zu gewähren, machen Sie nichts dergleichen. Im Gegenteil: Die Banken sind froh und glücklich, dass es Griechenland so schlecht geht, denn umso schlechter es Griechenland geht, umso besser geht es den Banken. Das dies allerdings nicht ewig so weitergehen kann, darüber machen sich bei den Banken offensichtlich die Wenigsten Gedanken. Noch ist die Freude über die Griechenlandpleite wohl viel zu groß. Traurig aber leider auch wahr.
Griechenland Pleite ist nur der Anfang
An dieser Stelle möchte ich einmal das aussprechen bzw. niederschreiben, was viele Menschen vielleicht schon wissen oder vermuten, es aber nicht sagen: Die Griechenland Pleite ist leider erst der Anfang von einer neuen Wirtschaftskrise, die ganz andere Ausmaße haben wird, als die letzte. In der letzten Wirtschaftskrise haben viele Menschen Ihre Wohnungen und Ersparnisse verloren und die allgemeine Armut wurde größer. In der kommenden (laufenden) Wirtschaftskrise werden ganze Staaten Pleite gehen, Banken werden zusammenbrechen und Infrastrukturen werden zerstört werden. Griechenland ist nach Expertenmeinungen nicht mehr zu retten, zumindest nicht auf dem aktuell beschrittenen Weg. Die nahende endgültige Griechenland Pleite wird einen Dominoeffekt erzeugen und die nächsten Staaten mit in die Krise reissen. So stehen z.B. Portugal und Spanien schon am Abgrund und fragen derzeit schon nach Krediten, so wie Griechenland aktuell bekommt. Das man nach der Griechenland Pleite recht wenig bis gar kein Geld mehr übrig haben wird, dürfte wohl jedem klar sein. Und selbst wenn, ein Kredit in vergleichbarer Höhe würde Portugal und Spanien kaum helfen können, so dass auch diese beiden Staaten früher oder später Pleite gehen werden.
Wenn in Europa dieser Zeitpunkt gekommen ist, dann wird jeder deutlich merken, was das für ganz Europa bedeutet. Ein rapider Anstieg der Arbeitslosigkeit wird überall die Folge sein, sowie eine Stagnation der Märkte. In vielen Regionen wird wohl Chaos ausbrechen und reine Anarchie herrschen, was auch noch die letzten Geldreserven verbrauchen dürfte, falls diese dann überhaupt noch vorhanden sind.
Spätestens dann, wenn die ersten Banken kein Geld mehr herausgeben und die Ersparnisse von Anlegern einfach “verschwinden”, wird es zu Ausschreitungen kommen, die Europa so noch nicht erlebt hat.
Sofern sich nicht darstisch etwas ändert wird früher oder später jeder Staat Pleite gehen und die Infrastrukturen werden zusammenbrechen. Dies führt dann zwangsläufig zu absolutem Chaos.
Augenwischerei angesichts Griechenland Pleite
In den Medien wird immer und immer wieder gesagt, dass Deutschland etwas vergleichbares nicht passieren könnte. Deutschland könnte nicht Pleite gehen wie Griechenland und die deutschen Schulden würden vielmehr erlassen werden, sofern es soweit kommt, dass Deutschland vor der Pleite steht.
Das dies so nicht funktionieren kann vernachlässigen manche Experten leider oft. Einfach keine Schulden mehr zu bezahlen oder diese einfach “wegzuwischen” lässt die eigentlichen Defizite ja nicht verschwinden. Das Geld wird trotzdem an allen Ecken und Enden fehlen und man wird nicht ewig Gelder auf Kredit bekommen, die man nie zurückzahlt. Im Extremfall würde man einfach anfangen in großen Mengen Geld neu zu drucken. Das die darauf folgende garantierte Infaltion niemandem etwas bringt dürfte spätestens seit dem 2ten Weltkrieg jedem Experten bekannt sein.
Insgesamt bleibt nur zu hoffen, dass Europa etwas aus der Griechenland Pleite lernt und grundlegende Änderungen einführt, anstatt einfach kopflos Geld, das man nicht hat, in alle Richtungen zu schiessen.
Es dürfte entscheidend für die Zukunft Europas sein, ob man die Griechenland Pleite später mal als “das Anfang vom Ende” bezeichnen wird oder als “den Neuanfang” oder “die Lektion” oder gar “die Warnung”.
6. Mai 2010 um 00:35
Kommentare sind übrigens immer gerne gesehen